Schülerparlament

Einmal pro Monat verwandelt sich der Mehrzwecksaal unserer Schule in einen kleinen Plenarsaal. Delegierte aus allen Klassen nehmen Platz, Wortmeldungen werden eingetragen, Anträge gestellt. Das Schülerparlament tagt – und mit ihm lebt der Gedanke, dass Demokratie kein abstrakter Begriff im Lehrbuch ist, sondern gelebte Praxis im Schulalltag.

Die Idee dahinter ist denkbar einfach: Schülerinnen und Schüler wählen Vertreterinnen und Vertreter aus ihren Klassen, die ihre Anliegen in das Parlament tragen. Ob überfüllte Toiletten, fehlende Fahrradständer oder der Wunsch nach einem offenen Schulhof in der Mittagspause – kein Thema ist zu klein, keines zu groß.

Was das Schülerparlament von einer reinen Beschwerdeinstanz unterscheidet, ist sein konstruktiver Charakter. Anträge müssen begründet, Gegenargumente angehört, Kompromisse gefunden werden. Wer hier mitdiskutiert, lernt mehr über politische Prozesse als in jedem Theorieunterricht – nämlich dass Durchsetzungsvermögen und Kompromissbereitschaft keine Gegensätze sind.

You may also like